Lx Radio August 2026: Im Gespräch mit Nathalie vom Dyke* March Hamburg
Shownotes
Im August haben wir mit Nathalie aus der Orga des Dyke* March Hamburg gesprochen. Ausserdem gibt es eine Künstlerin des Monats, eine Buchrezension und einen Newsflash. Viel Spaß!
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00:00:02: Herzlich willkommen in der August-Sendung von LX Radio, eurer queer feministischen Lieblingsradiosendung auf FSK.
00:00:11: Jeden dritten Sonntag im Monat von fünfzehn bis siebzehn Uhr und wir haben heute ein... eine Gästin im Studio und zwar Natalie vom Dykeman.
00:00:21: Hallo Natalie!
00:00:22: Hallo!
00:00:23: Schön dass du da bist Und bevor wir ins Gespräch mit dir gehen, fallen wir gleich nochmal.
00:00:28: Das erste Lied war auch schon von eurer Playlist vom March und jetzt hören wir gleich noch ein Song davon!
00:00:36: Wir werden heute viel erfahren über die Organisierung des Dyke-Marches und danach wird es aber auch wie immer eine Buchrezusion und einen queerfeministischen Newsflash geben.
00:00:46: Schön das ihr eingeschaltet habt und viel Spaß!
00:00:51: Als Künstlerin des Monats im August, ich möchte euch für das Alex-Radio Nender vorstellen.
00:01:00: Nender – eigentlich Nender Neurura ist im Tiroler Öztal aufgewachsen und lebt heute in London.
00:01:07: Sie ist Musikerin und Schauspielerin und verbindet in ihrer Musik Rap & Spoken World mit Indie Soul und Jazz.
00:01:14: Dabei wechselt sie zwischen Englisch Hochdeutsch und Tirolar Dialekt.
00:01:21: veröffentlichte sie Mixed Feelings, ein Song über ihre Erfahrungen als schwarze Tirolerin und über Alltagsrassismus.
00:01:29: Der Song landete auf Platz eins der Jahrescharts von FMV einem österreichischen Radiosender des ORF und ist ihr größter Hit bisher.
00:01:38: Seitdem beschäftigt sich in ihrer Musik immer wieder mit Identitätszugehörigkeit und gesellschaftspolitischen Fragen.
00:01:48: krar ihr Debüt-Album und auf diesem Album geht es unter anderem um Verlust, Trauer und auch um Rassismus.
00:01:56: Und musikalisch ist das Album eine Mischung aus Rap spoken word in die Rock Jazz & Soul und wir hören jetzt Nenner mit ihrem Song
00:02:04: Mixed Feelings.
00:02:14: Hallo Natalie!
00:02:15: Wie schön, dass du da bist hier bei Leeradio auf ninety-sech.null Megaherz.
00:02:20: Heute ist uns das Thema unserer Sendung der Dyke-March und Du bist die Moderatorin, right?
00:02:26: Ich mach' das jetzt schon seit ein paar Jahren.
00:02:28: Ich glaub', das war jetzt das dritte oder vierte Mal.
00:02:33: Meistens halt im Duo mit einer anderen Person.
00:02:36: Cool!
00:02:36: Willst du uns einmal noch was erzählen wie du zum Dyke Match gekommen bist?
00:02:40: Was dir für dich bedeutet...
00:02:41: Ja, ich war halt vor dem Deichmarsch zweimal, glaube ich, teilnehmbar in einfach nur so.
00:02:50: Zum ersten Mal im Jahr und zum zweiten Mal in den Jahr.
00:02:54: Das kam dann vor allem dazu... Ich bin eigentlich bei Amnesty bzw.
00:02:59: Queer-Amnesty Hamburg tätig oder tätig gewesen – momentan eher nicht so!
00:03:04: Aber vor allem lange, lange Zeit.
00:03:07: Seit Jahrzehnten eigentlich bei Amnesty tätig gewesen und es war dann zu dem Zeitpunkt so dass das Lestennetzwerk eine Veranstaltung mitorganisierte zu zwei lesbischen Gefangenen in Iran Und es gab eine Kundgebung vor dem iranischen Konsulat, und da hatte man Queer Investi Hamburg angefragt um eine Rede.
00:03:27: Das hat ich dann übernommen.
00:03:28: Dadurch kam halt auch dieser Kontakt vom Lasten-Netzwerk zu uns.
00:03:32: Ich wurde zum Lastennetzwerk eingeladen.
00:03:34: Damals war das noch so, dass das Lasten Netzwerk den Dyke-March in Hamburg gemacht hat.
00:03:39: Mittlerweile sind das zwei verschiedene Orgagruppen.
00:03:42: Einmal Lasten Netzwerk Hamburg wo viele Menschen aus Organisation mit Quierschwerpunkt in Hamburg sind aber auch viele Einzelpersonen.
00:03:50: Und dann geht es halt Dyke Match Hamburg, wo hauptsächlich für dich sagen Einzelpersonen sind.
00:03:55: Viele haben halt noch Connections zu anderen Orgas aber es ist halt hauptäglich Einzel-Personen die das machen und halt eine Person vom Verein Interventionennetzwerk stellen lässt, die das mitmacht.
00:04:07: Es ist vor allem viel Fluktuation.
00:04:09: Es kommen manche und gehen einige bleiben wieder Jahre und machen das über Jahre tragen diesen Dyke match mit.
00:04:16: also es ist sehr verschieden.
00:04:18: Spannend ist ja schön, wenn so eine Organisation so offen bleibt und sich auch immer wieder erneuert.
00:04:23: Wie würdest du denn den Dyke-March jemandem erklären der noch nie davon gehört hat?
00:04:28: Dyke March ist halt ein Marsch für lesbische Sichtbarkeit oder verschiedene lesbischen Sichtbarkeiten weil das ist halt auch sehr breit gefächert generell.
00:04:40: es gibt nicht so ein Bild wie ne Lesbe ist es gibt viele verschiedene Lästen.
00:04:46: Der Deitmalte entstand vor allem daraus, dass halt lesbische Personen sich nicht mehr so sichtbar gefühlt haben beim normalen CSD.
00:04:55: Und gerade wo der CSD auch immer kommunizialisierter wurde vielmehr Leute dann auch eingeladen hat und vor allen aber sehr oft die Schwulen im Vordergrund standen.
00:05:08: Die Dragreens wie werden gefilmt?
00:05:10: Die Allys mit ihren Fahnenwäden?
00:05:12: Aber es werden halt sehr wenig die Lesben gezeigt.
00:05:15: die man da noch wirklich vorne ran sieht sind halt die Dikes und Bikes, die man aber jetzt auch auf dem Dyke-March hat.
00:05:22: Also mehr Sichtbarkeit innerhalb von so einem queeren Spektrum!
00:05:26: Das Dyke hat ja auch ein Sternchen.
00:05:28: was bedeutet das Sternchen in Dyke für euch?
00:05:31: Genau, das kann ich sogar vorlesen.
00:05:32: Also es gibt halt das Dyke March Germany.
00:05:35: Das ist halt dieser Zusammenschluss von den ganzen Dyke-Marches, die es in Deutschland gibt.
00:05:39: Wir haben auch ein paar, die Mitglied sind und sich dann immer wieder vernetzen mit den anderen Dykemarchs.
00:05:44: Und im Prinzip sind Dykes halt Flinter also Frauen, Lesben, Inter, Nonbiner, Trans & Agender Personen Die sich dem lesbischen oder kommunalen Spektrum zugehörig fühlen.
00:05:54: Und Dyke war eigentlich eine Beleidigung für Lesben.
00:05:57: Der Griff wurde halt emanzipatorisch umgedeutet Selbstbezeichnung reclaimed.
00:06:03: Das Sternchen zeigt die Offenheit gegenüber den unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten an und markiert Platz für vielfältige geschlechtliche und sexuelle Selbstbezeichnungen, so es gibt halt verschiedene Lesbische Sichtbarkeiten.
00:06:18: Lesben, die nicht wie näher sind leben vielleicht noch mal anders als das lesben.
00:06:22: schwarze lesben haben auch eine andere live experience sage ich mal als halt weiße lesben.
00:06:29: und so ist das halt ein sehr, sehr unterschiedliche lesbische sichtbarkeiten die es in diesem spektrum gibt.
00:06:35: Deswegen wollen wir auch mit diesen Sternchen darauf hinweisen dass es ein sehr offenes breites spektrom ist.
00:06:41: Und das ist ja gar nicht unumstritten!
00:06:44: Ich erinnere mich dass es auch proteste gab von trubs also trans pluding radical feminists transfeindlichen Feministinnen, die nicht alle sind mit der Öffnung dieses Begriff so einverstanden.
00:06:59: Ja das ist halt ein Thema was auch in der Community wirklich sehr oft thematisiert wird.
00:07:07: Das war halt noch einer der Darkmatches, da war ich nicht in der Orga und hab das nur als Teilnehmerin mit angesehen.
00:07:13: Da gab es noch den Transblog.
00:07:18: Also das ist nicht von uns selbst vorgestimmt so von wegen hier.
00:07:22: Transpersonen sollen alle in einem Blog da laufen sondern das ist die Trans Community selber meist angeführt von der Gruppe The Trans Genome Menace oder auch NB Galactic Trans Thestic Die sich dafür entscheiden ob Sie halt als Block laufen oder nicht offiziell als Block laufen.
00:07:39: Damals ließen sie noch als Block mit ihren Transparenten und deswegen haben sich auch die Turfs genau diesen Block dann rausgepickt, um dort diese Person anzugreifen beziehungsweise sie zu provozieren.
00:07:51: Es war wirklich der Sinn oder die Intention von dieser Gruppe die Transperson so zu provotieren dass sie einen Angriff wagen würden in welcher Weise auch immer was sie für ihre Zwecke missbrauchen können.
00:08:05: Transblog wiederum hat sich dann halt gleich gesagt, wenn so was passiert würde muss auf den Boden legen.
00:08:10: Also gut an das Dai inmachen um halt zu symbolisieren.
00:08:14: hey euer trans hasstötet.
00:08:16: aus dem Dijkmarsch selber kam vor allem viele rüfe dass die trans feindlichen angeblich feministen.
00:08:24: ich finde sie nicht wirklich feministisch.
00:08:25: deswegen Sie werden halt oftmals nur für uns als Nervensegen gesehen die halt diesen Marsch stören.
00:08:31: Die wurden halt nicht geduldet.
00:08:33: Das wurde von dem überwiegenden Teil der Community von uns auch nicht gemacht, dass die da waren und deswegen blieb dann auch dieser Demo-Zug stehen.
00:08:43: und weil die Polizei halt auch will das diese Demo weitergeht haben sie irgendwann diese Störerinnen rausgezogen.
00:08:49: Das ist sozusagen jetzt die Strategie und das funktioniert.
00:08:52: Und jetzt kommen die nicht wieder.
00:08:54: oder wie geht ihr mit so Störungen heute um?
00:08:58: Mittlerweile haben wir auch Pläne, wie wir mit Stören umgehen.
00:09:01: Es ist halt auch kompliziert weil es gibt halt gewisse Demo-Regeln.
00:09:07: Wir können halt nicht irgendwie Leuten einfach so sagen, sie sollen weggehen nur weil wir sie einfach nicht mögen persönlich.
00:09:14: Aber es ist eine Methode wie so was aufgelöst werden kann.
00:09:19: In diesem Jahr, wo das passiert ist gab's dieses... Wie hieß es?
00:09:23: Sieben-Euro-Ticket, neun-Euro Ticket womit transfeindliche Akteurinnen durch Deutschland getourt sind.
00:09:30: Die hatten dadurch die Möglichkeit von Berlin nach Hamburg und sonst Köln überall hinzureisen.
00:09:38: Es sind irgendwie immer nur so maximal zehn Leute, die sowas machen.
00:09:43: Also es ist wirklich eine sehr kleine Minderheit und generell das ist dann so Gruppen die sich der LGB-Alliance zugehörig bezeichnen und ob da überhaupt viele von Lesben sind, können wir nicht mal genau sagen.
00:09:58: So manchmal sind es auch einfach irgendwelche, die gar nicht wirklich lesbisch sind aber trotzdem diesen Raum einnehmen um halt eben zu spalten.
00:10:08: Und das ist vor allem aufstrecklich, weil es geht darum lesbische Sichtbarkeiten zu feiern und so muss man sich halt wieder mit irgendwelchen Leuten auseinandersetzen die da eigentlich nichts zu suchen haben.
00:10:20: Also mittlerweile haben wir auch keine Störfälle mehr.
00:10:23: Ja, es ist halt so und wir müssen uns trotzdem immer mal wieder damit auseinandersetzen.
00:10:27: aber es kam nicht nochmal zu einer großen Aktion.
00:10:29: ich glaube die wissen halt auf wie wir damit umgehen und dass das halt nichts zieht, dass auch die überwiegende Mehrheit der Community sagt Wir wollen halt keine transfeindlichen Akte-Innen hier in der Gruppe haben.
00:10:41: Schön, dass die Demo und die Community da eine große Geschlossenheit gezeigt hat im fauern der moment sowas wie gut dass das daraus erwachsen ist.
00:10:53: Das bringt uns direkt ein bisschen zu der frage von warum braucht es heute überhaupt noch einen Dyke-March?
00:10:59: Es ist halt genauso die Frage, warum braucht das noch ein CSD?
00:11:02: Wir haben's halt immer noch mit wachsendem Rechtsextremismus, wachstendem Rechtsrück generell und das halt Wir mittlerweile auch eine Regierung haben, die aktiv halt Quirenorganisationen und Gruppen halt die Fördergelder wegstreichen.
00:11:16: Die halt aber auch Sozialleistungen wegstreichen.
00:11:20: oder sagen wir wollen möglichst viele migrantisch geflüchtete Personen abschieben.
00:11:25: Teils halt auch welche, die LGBTQ sind und dann in ein Land abgeschoben werden sollen wo ihnen da im schlimmsten Fall die Todesstrafe droht Einfach nur, weil sich gerade das politische Klima so ergibt.
00:11:38: Und dass es halt alles kürze, warum wir auf die Straße gehen müssen und besonders... Es gibt auch diesen... Ich glaube, eine Organisation macht das halt immer, dass sie immer raus
00:11:49: sucht wie viele,
00:11:51: viele Charaktere in so Serien bekannten Serien mitspielen.
00:11:55: Und dann sieht man auch wieder es in den letzten Jahren und Monaten, wie da gefallen ist und weniger Repräsentation stattfindet.
00:12:02: Wenn wenig Repräzentation von lesbischen Personen stattfindelt werden dadurch wieder Stereotype groß die schädlich sind als wirklich empowernd sind.
00:12:13: Und wenn halt Lesben auch im öffentlichen Raum nicht stattfinden, dann existieren sie einfach nicht.
00:12:19: Dann werden sie nicht geduldet und werden sie mehr gehasst und verdrängt und ihre Probleme wären halt auch einfach nicht wahrgenommen.
00:12:26: Da ist halt auch sehr viel Überschneidung gerade von Lesbien mit Misogenie, mit Transfeindlichkeit, mit Klassismus aber auch Rassismus Generell alles Mögliche.
00:12:40: Wie gesagt, Lesben sind halt sehr divers, sehr verschieden und viele Themen gehen uns halt persönlich was an.
00:12:46: wenn ich jetzt auch sehe da werden halt Sozialleistungen Kassenleistung in Weggestrichen gerade im Bereich Psychotherapie sehr sehr viele queere Personen lesbische Personen brauchen halt eben diese Versorgung Und das ist halt auch so ein großer Faktor der dann dafür sorgen kann dass halt so eine Community kleiner wird.
00:13:03: wir hatten das auch in der AIDS Krise wo dann halt Das völlig ignoriert wurde, dass schwule Männer davon halt sehr betroffen waren und das auch immer nur darauf geschoben sind.
00:13:12: Ja, es sind immer nur schwulen Männer die werden halt krank.
00:13:14: Es war dann die Lesben, die gesagt haben wir kümmern uns darum Wir sind und auch betroffen worden.
00:13:20: Deshalb wird auch dieses Akkundium am LGBTQ Dass L halt vorne steht.
00:13:25: Also es ist halt so, dass wir immer wieder diese Kämpfe fühlen müssen und die werden halt... Es sind eigentlich wirklich die gleichen Kämpfen.
00:13:32: Sie verändern sich nur stetig!
00:13:35: Und wenn man das halt so schleifen lässt dann wird sich halt auch nichts ändern.
00:13:40: Das ist doch ein guter erster Eindruck gewesen.
00:13:44: und wir machen jetzt weiter mit einem Stück
00:13:47: Musik.
00:13:57: Hallo, wir sind zurück bei Le Radio heute mit Natalie vom Dyke-March.
00:14:02: Wir haben gerade schon mal ein bisschen darüber gesprochen was der Dyke Match ist und warum es den braucht.
00:14:09: aber warum heißt das eigentlich Dyke March?
00:14:12: Genau, Dyke ist halt vor allem Emanzipatorischer Begriff, also da war halt mal als Beleidigung.
00:14:20: Im Deutschen würde man sagen Kampflesbe.
00:14:22: Mittlerweile wurde er emanzipatorisch re-claimed, also wieder angeeignet um eben zu sagen wir sind die kämpfenden Lesben im Sinne von politischer Kampf Wir kämpfen für unsere Rechte und wollen für uns einstehen, Sichtbarkeit schaffen Und deswegen nennen wir es auch Dyke March.
00:14:39: Demozugs sind und zusammenmaschieren.
00:14:41: Und ja genau, das ist halt so diese Geschichte dahinter und eigentlich kam es dann aus Amerika.
00:14:47: natürlich die waren dann halt die Vorreiter und dann kam das aber auch irgendwann hier nach Deutschland.
00:14:51: Und was unterscheidet den Dyke-March jetzt vom CSD oder anderen CSD Veranstaltung?
00:14:58: Generell, vor allem hier in Hamburg sind ja die CSDs, sind in Großstädten generell halt riesengroß sehr commercialisiert.
00:15:08: Es sind halt sehr viele Truckswagen, sehr viel Menschen da.
00:15:12: Bandai Gmatch ist das halt ganz anders!
00:15:14: Du hast vielleicht irgendwie einen Truck maximal oder bei uns ist es ein Soundbike und vielleicht ein Auto, die halt Musik abspielen.
00:15:23: Wir haben unsere politischen Reden, wir haben bereits die Senatoren für Gleichstellungen dann halt auch da, die manchmal eine Rede hält.
00:15:31: Aber hauptsächlich ist es halt wir wollen zusammen marschieren und die Straßen für uns einnehmen.
00:15:36: Und bei uns sind keine tausende Leute, die am Rande stehen, uns zu jubeln.
00:15:41: Bei uns sind das wirklich ganzen Lästen, die sich stark machen mit ihren Schildern, mit ihren Parolen auf die Straße kommen und sich dann halt die Straße nehmen.
00:15:50: Und dieses Jahr war ja auch wirklich sehr groß, der Dyke-March.
00:15:54: War mein Eindruck?
00:15:55: Seid ihr zufrieden mit diesem Jahr?
00:15:58: Ja wir sind sehr, sehr zufriedene.
00:15:59: also mir muss noch sagen diesmal war das Wett auf jeden Fall sehr gut, größtenteils!
00:16:06: Wir hatten schon wieder dass es am Anfang geregnet hat und wir den Regenbogen hatten.
00:16:10: Also was ist das für ein Zeug?
00:16:11: Perfekt.
00:16:12: Das zweite Jahr im Folge, aber zumindest war es beim letzten Mal auch so dass dann doch noch mal ein großer Regenschauer kam und das ist halt schlecht.
00:16:21: Dann gehen halt viele Leute wieder nach Hause.
00:16:23: verständlicherweise dieses Mal waren halt sehr viel Lesben und Eleister die uns unterstützt haben, die das mit uns durchgezogen haben und die halt interessiert an dieser Veranstaltung waren.
00:16:33: Und das freut uns generell auch sowieso, weil so können wir halt ein Zeichen setzen.
00:16:38: So können wir gut auftreten und so haben wir alle miteinander Spaß.
00:16:42: Wissen wir was wir tun?
00:16:43: Hatten Sinn und es kommt an.
00:16:45: Schön!
00:16:46: Du hast gesagt Deig ist die politische Lesbe
00:16:50: und
00:16:50: da frage ich mich welche politischen Forderungen verbindest du mit dem Deig-Marche.
00:16:56: Es gibt halt sehr, sehr viele Forderungen.
00:16:58: Ich habe jetzt zum Beispiel diese ganzen Forderungskatalogten würde ich nicht alles vorlesen weil es ist sehr viel aber es ist auch sehr unterschiedlich.
00:17:07: Das erste ist die Forderungsmersichtbarkeit der vielfältigen Dykes jenseits von Stereotypen zuordnen und Beschreibungen.
00:17:14: Aber es geht auch über Teilhabe von Dykes im Alter, Teilhabel von Dyke mit Behinderung Die Rechte von Dyks auf Color, Migrantischen Dykes mit Fluchterfahrung, generell auch Sensibilisierung zu diesen Themen.
00:17:30: Das halt auch Gelder an gewisse Projekteorganisationen fließen die halt eben diese Dykes unterstützen.
00:17:37: das ist vor allem aber auch die Armutsbekämpfung.
00:17:40: so Dykes sind halt noch mehr stärker von Armut bekämpft weil halt dieses System darauf ausgelegt ist, dass es heißt so Mann und Frau.
00:17:49: Und der Mann verdient vor allem dann viel Geld.
00:17:52: Besonders das die Ehezischen-Mann und Frau wurde nie in Frage gestellt.
00:17:57: Wir mussten ewig lange kämpfen bis über eine Ehe zwischen einer Frau oder einer Frau möglich war, damit falls die Partnerin verstirbt, dass man dann auch widmenen Geld bekam.
00:18:08: Das ist ein Ding mit dem Geld Frauen verdienen weniger, Frauen kriegen weniger Rente rutschen viele auch Lesben dann in die Altersarmut.
00:18:17: Und dann werden halt auch versucht, lesbische Wohnprojekte zu fördern und es fehlt immer an einem Geld, an dem Einsatz.
00:18:24: Die Schwulen sieht man halt öfters, kümmert sich öfter auf.
00:18:28: die Party-Szene ist sehr schwulend.
00:18:31: Es gibt teils auch Partys, Bars gerade in Berlin auch, die wirklich rein für schwule Männer sind.
00:18:37: Für Dykes ist das mittlerweile nicht so, da ist sehr viel verloren gegangen über die Jahrzehnte.
00:18:43: Bars, die halt zugemacht haben.
00:18:44: Cafés, die nicht existieren.
00:18:46: und natürlich ist aber auch Transrechte so ein großes Thema bei uns.
00:18:51: also hier steht noch in den alten Forderungen so die Abschaffung des sogenannten transsexuellen Gesetzes.
00:18:55: das haben wir mittlerweile nicht mehr weiter dafür kämpfen, dass Transpersonen halt nicht nur die Sichtbarkeit bekommen sondern vor allem den Schutz bekommen.
00:19:04: Also das ist es ja, Lesben werden halt vergessen, sie kriegen keine Sichtbehalt.
00:19:08: Transpersoninnen kriegen Sichtbarigkeit aber keinen Schutz!
00:19:10: Sie werden dann oftmals instrumentalisiert und wie auch bei uns als Instrument zur Spaltung genutzt.
00:19:17: Und das sind halt mit unsere Geschwister quasi.
00:19:20: Das sind halt auch Teile der Di-Community.
00:19:22: viele sind selber lesbisch bequeer Und fühlen sich halt wohl auf unserer Demonstration, wohl in unserer Community und verdienen halt.
00:19:32: genau so, dass man Projekte fördert.
00:19:35: Dass man halt Strukturen beibehält, das man sie inkludiert.
00:19:38: Also das sind alles so große Themen die damit rein spielen.
00:19:44: Das ist halt sehr viele verschiedene Themen.
00:19:47: Auch dass Operationen an Intersexpersonen verboten werden, dass sie gar nicht stattfinden.
00:19:53: Das ist aber auch das Thema Pornografie.
00:19:56: Das lässt mir immer noch einen sehr sexualisierten Kontext für Cishetero-Männer nur gezeigt werden und nicht als empauende Dykes für Dykes.
00:20:06: So, das sind alles so Themen die wir in unseren Forderungen wiederfinden und noch viel mehr.
00:20:10: also da kann man wirklich stundenlang glaube ich drüber reden
00:20:16: auf jeden Fall, weil du hast jetzt gerade eine Menge Themen angesprochen wo ich in einige gerne nochmal tiefer reingehen wollen würde.
00:20:24: und
00:20:24: all
00:20:25: diese vielen Themen zusammen zu halten das ist ja auch gar nicht so einfach.
00:20:31: also wie macht ihr das denn?
00:20:34: Also die Aufstellung der Forderung oder wie kriegt ihr diese ganze Community die so diverse und unterschiedlich ist.
00:20:40: Wie kriegt dir sie so zusammen?
00:20:42: Ja es ist generell schwierig.
00:20:44: Wie gesagt, wir sind Teil der Dyke-March.
00:20:46: Das Lastennetzwerk ist ja halt wo auch viele vom Dykemarch dabei sind nochmal unterschiedlich und die machen dann teilweise Workshops und bieten Dinge an wo man in den Austausch miteinander kommt.
00:20:56: Zuletzt war eine Veranstaltung von Lasten Netzwerk im Pride House wo es zusammen mit den queerpolitischen SprecherInnen von Grünen und SPD und Linke war eigentlich auch vorgesehen aber die war leider erkrankt.
00:21:08: Darum ging so um die Förderung lesbischen Projekten, Bürokratie und was nicht allem.
00:21:16: Generell ist... Wir müssen auch immer wieder von Jatsu ja gucken, was es halt auf das, was gerade so im Vordergrund steht, was wirklich aktiv bedroht ist?
00:21:24: Und mussten als wir auch die Rede schreiben geschrieben haben.
00:21:28: zum Dyke-Match dieses Jahr haben wir dann auf die letzten paar Tage nochmal Änderungen reingenommen weil dann wieder noch mal irgendwas passiert ist.
00:21:35: Es kam halt diese Anschlag in Berlin Es kamen dann diese Vorschläge oder Ja, Forderungen von der Politik in Hamburg das dann schon wieder gesagt wird.
00:21:45: Wir wollen es vor B streichen oder wir wollen hier unter Förderung von Trans-Spaces streichen und das mussten wir halt auch alles reinnehmen weil das ist halt so wichtige dringende Themen erachtet sehen.
00:21:59: aber wir wollen sprechen halt oder versuchen immer alle anzusprechen.
00:22:03: Aber ja, es ist wirklich so ein riesengroßes Spektrum dass wir mal versuchen irgendwo einen Fokus vielleicht zu setzen im Jahr.
00:22:10: Wie gesagt, das ist halt so.
00:22:11: Manchmal sind halt gewisse Themen dringender als andere und die versuchen wir dann nochmals mehr einzugehen.
00:22:18: aber generell versuchen wir immer alle anzusprechen und alle Probleme anzusprechen.
00:22:21: Aber wie gesagt es gibt halt so viele Probleme, so viele Forderungen die man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen kann.
00:22:29: Für manche, wie gesagt dieses Transsexuellen Gesetz wurde zum Beispiel abgeschafft, da hast du es zum Beispiel schon mal in Erfolg Es wird halt immer noch darum gekämpft um die Anerkennung von lesbischen Müttern weil da dieses Abstimmungsgesetz immer noch Lücken aufweist und das sind alles so Themen, die sind immer wieder relevant und da Und manche Forderungen kann man durchsetzen und andere ist dann halt immer und immer Ein weitbährender Kampf, sage ich.
00:22:58: Ich fand die Auftaktrede wirklich sehr gelungen.
00:23:01: also ich finde diese Themen-Schwerpunktsetzung ist euch wirklich durchgekommen gerade mit dass eben keine rassistischen Antworten auf solche Anschläge geben darf das nicht das Sinne der Community ist.
00:23:16: das fand ich wirklich eine gute Rede.
00:23:19: und eben auch mit diesem Fokus nochmal auf das Phobie, also Transsucht Beratung in Hamburg, die jetzt gestrichen werden soll was wirklich eine Katastrophe für die Community ist.
00:23:31: Da leistet ihr wirklich viel.
00:23:34: und bevor wir jetzt in all diese einzelnen Themen nochmal reingehen würde ich noch mal ein bisschen Musik spielen.
00:23:50: Hallo, wir sind zurück bei Leeradio.
00:23:52: Eure queer feministischen Radiosendung immer am dritten Sonntag im Monat auf www.dreinneunzig.nullmegahertz oder www.fsk-haa.org.
00:24:02: Wenn ihr den Anfang der Sendung verpasst habt könnt ihr die Sendung auch nachhören auf wwww.reiradios.net oder auf eurer favorite Podcastplattform.
00:24:12: Heute haben wir Natalie vom Dyke Match da und nachdem wir jetzt schon ein bisschen darüber gehört haben was der Dyke match ist was so politisch am Dyke-March ist, würden wir jetzt nochmal ein bisschen in die Themen reingehen, die wir gerade so angerissen haben.
00:24:28: Und du hast ja jetzt grade im Vorbeigehen einmal erwähnt dass Frauen nicht so viel verdienen wie Männer im Allgemeinen und das es deswegen einen Armutsproblem in der lesbischen Community gibt, das sich auf unterschiedliche Art und Weisen zeigt.
00:24:44: Willst du dazu noch ein paar Worte verlieren?
00:24:46: Gerne.
00:24:48: Wir vom Dyke-Match sind ja auch so, wir nehmen halt keine Spenden von irgendwelchen Unternehmen und sowas an.
00:24:54: Die sind halt auf Spenden angewiesen generell von Privatpersonen meist aber auch manchmal auch von kleinen Spenden, von Parteien noch die uns unterstützen, demokratischen Parteien, die uns halt noch Geld geben... An dieser Stelle auch gerne mal gucken, wenn ihr spenden wollt.
00:25:14: Wenn ihr mitmachen wollt dann schreibt uns eine Nachricht über Instagram.
00:25:19: Da haben wir halt den Dyke-March Hamburg Account wo wir alles mögliche posten Wo auch demnächst vermutlich ganz viele Fotos noch kommen vom Dykemarch.
00:25:28: Ja es ist ja ein Marsch der lesbischen Sichtbarkeit und deswegen ist auch eigentlich immer ne Fotografen vor Ort die halt Fotos macht um halt auch noch die verschiedenen Personen die anwesend waren zu zeigen Und das macht mich auch immer sehr happy zu sehen.
00:25:40: Dann hast du Leute, die dabei sind, die im Rollstuhl sitzen dann hast du dicke Lästen dabei schwarze Läste dabei ältere Lässe und es zeigt halt so schön die Vielfalt der Community und auch die vielseitigen Forderungen.
00:25:55: viele kommen ja mit Schildern oder T-Shirts mit schönen Aufdruck drauf und generell das Thema Förderung ist halt ein großes Ding und lesbische Räume verschwinden halt immer mehr.
00:26:08: Das liegt halt auch daran, dass Lesben dann meist weniger Geld zur Verfügung haben.
00:26:13: Weniger Zeit auf Teil zur Verfügung sind.
00:26:15: Ich meine es sind auch meist eher die Flinter also nicht nur Frauen aber auch Transpersonen und ich bin ja eine Person die halt mehr Kehrarbeit übernehmen und das halt noch mal zusätzlich drauf kommt dass sie dann auch Angehörige pflegen, zum Beispiel, dass die ihren eigenen Haushalt managen müssen.
00:26:35: Dass Sie aus Geld nun vielleicht mehrere Jobs annehmen müssen und dann weniger Zeit haben sich in gewissen Spaces für queere Personen zu begeben.
00:26:46: Und gleichzeitig ist es ein Problem von... Manche Spaces, die halt auch nicht barriereang genug sind oder die einen starken Konsumzwang haben.
00:26:57: So diese Fertspaces wo du halt keinen Konsum zwang hast Die sterben auch immer mehr aus weil wir in einer sehr kapitalistischen Gesellschaft leben.
00:27:07: Und zu diesem Barriere-Thema das ist ja auch bei euch auf dem Dyke-Marchending Weil also ein March setzt erst mal voraus dass Leute gehen können E-Rolli haben oder geschoben werden, oder wie auch immer.
00:27:21: Und genau wenn man nicht sehen kann ist so ein March auch eine Herausforderung.
00:27:27: und ich habe auch gesehen dass sie auch ne Gebärdensprachverdolmetschung hatte zum Beispiel für die Auftaktrede beim March.
00:27:35: Genau, das ist auch so dass wir jetzt seit letztem Jahr die Ben-Sprach Dolmetschende eine Person haben.
00:27:43: Die halt zumindest die Rede den Anstand vorab bekommen und übersetzen können, sodass wir da ein bisschen mehr Barrierefeiert reinbringen.
00:27:50: Es ist halt auch nur Herausforderung.
00:27:53: So leider ist halt wie gesagt so ein Marschen nicht für jeden etwas, für Menschen die halt nicht so gut zu Fuß sind laufen halt nur einen Teil mit oder gucken sich nur die Anfangskundgebung an oder sind vielleicht auch gar nicht dabei.
00:28:06: So kann ich auch verstehen, jeder muss aus seiner Ressourcen achten und wir müssen halt versuchen zu gucken wo wir überall gewisse Barrieren abbauen können damit Menschen teilnehmen können.
00:28:20: Die Diversität des Deichmann hat sich auf jeden Fall auch an diesen vielen Schildern die du gerade erwähnt hast deutlich gemacht.
00:28:27: Es gab sehr viele, sehr witzige Schilder auch.
00:28:30: Ich bin sehr gespannt was da auf eurem Instagram-Account noch aufploppt und auch da ist ja die Unterschiedlichkeit der Community so sehr sichtbar geworden.
00:28:40: Kannst du nochmal etwas sagen zu der Herausforderung für BIPOC Lesbians oder Trans BIPoc Lesbiens?
00:28:49: Also das Spektrum der Marginalisierung ist ja groß!
00:28:56: Generell BIPOC-Lesbians, also was auch so ein großes Thema generell glaube ich in der lesbischen Community ist.
00:29:02: Dass halt das Lesbisch sein abgesprochen wird manchmal oder dass jemand direkt als lesbisch gesehen wird weil die Person zu feminin ist oder halt ja vom Aussehen her wird es nicht sofort als Lesbe erkannt und das ist auch etwas.
00:29:17: was halt auf Transdikes oder BIPocDykes betrifft merke ich.
00:29:22: aber es ist halt genauso auch mit finanziellen nöten die halt personen auf Color oder auch Transpersonen mehr treffen, weil es ist auch generell schwieriger.
00:29:33: Auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt eben nur eine Wohnung zu finden, einen Job zu finden der halt genug bezahlt und wo man möglichst diskriminierungsfrei seine Arbeit nachgehen kann.
00:29:45: Das klingt eigentlich wie so eine ganz humane normale Forderung und trotzdem ist da so viel Widerstand was nicht mehr erproziehbar ist.
00:29:56: hat ja das Ziel Sichtbarkeit zu erzeugen.
00:29:59: Und es klappt ja anscheinend auch, also es gibt Instagram, du bist heute hier in der Radiosendung.
00:30:05: Wie drückt sich diese Sichtbarheit noch so aus?
00:30:08: Merkt ihr was davon dass die Themen aufgegriffen werden?
00:30:11: oder Der Demozug ist ja sichtbar in der Stadt und heutzutage ist aber auch immer so wichtig alles medial nochmal zu spielen um irgendwie eine größere Aufmerksamkeit zu erreichen.
00:30:23: Ja, wir versuchen schon überall wo es halt geht eine gewisse Aufmerksamkeit zu erreichen.
00:30:28: Wir sind jetzt auch immer wieder im Pride-Magazin von Hamburg Pride auszusehen weil der Dagmar Child I ein sehr wichtiger Teil ist von diesen CSD Wochenende.
00:30:38: und was man aber auch manchmal dass wir halt auch versuchen ist auch Kontakt zur Politik zu haben.
00:30:46: wie gesagt wir hatten die Senatoren bei uns weil halt die Netzwerke der letzten Büro-Vogleichstellung finanziert wird.
00:30:54: Wir hatten allerdings jetzt auch die queerpolitischen Sprecherinnen, sind halt auch Teil vom Dyke-March.
00:30:59: Die Indira-Juda ist halt bei den Dykes und Bikes dabei.
00:31:04: Ist jetzt für die SPD in der Bürgerschaft Miriam Block immer wieder da als parlamentarische Beobachterin zum Beispiel.
00:31:12: Und das sind auch Personen mit denen wir halt versuchen auch im Kontakt zu bleiben zu solchen Themen.
00:31:18: Und ich merke halt, es sind auch Personen denen ist das wirklich wichtig und die versuchen dann auch für uns dann halt Rechte und Fördermittel was nicht alles zu erkämpfen.
00:31:28: Es ist halt schwierig generell als führe Person in der Politik glaube ich auch
00:31:32: auf jeden Fall.
00:31:34: Das heißt ihr seid auch jenseits von dem Tag des Marches aktiv und versucht ein Netzwerk aufrechtzuerhalten?
00:31:42: Genau!
00:31:43: Das letzten Netzwerk ist sowieso die ganze Zeit aktiv Der Dyke-March der Kunst Also die Organisation vom Dyke-Match, die konzentriert sich halt nur auf diesen Tag speziell.
00:31:51: Aber da ist halt auch sehr viel Arbeit was wir da reinstecken und das sehen die Menschen gar nicht.
00:31:55: aber es ist so nach dem Dyke Match vor dem nächsten Dyke match und dann sitzen wir dann auch schon wieder zusammen.
00:32:01: was lief gut?
00:32:02: Was können wir besser machen?
00:32:04: Es ist allerdings auch bei sehr vielen Sachen eine Frage von haben wir das Geld dazu?
00:32:10: Haben wir die Person also die Women Power oder Flinterpower dafür das auf die Beine zu stellen.
00:32:17: Wie gesagt, manche Leute bleiben halt für ein Jahr und haben dann nicht mehr die Kapazitäten mitzumachen.
00:32:23: Und andere machen es immer wieder von Jahr zu Jahr.
00:32:28: Neue Mitglieder dazu gewinnen ist manchmal auch etwas schwierig.
00:32:32: Wir müssen halt immer wieder gucken was schaffen wir auf der Beine?
00:32:35: Wofür haben wir überhaupt die Zeit?
00:32:37: Manchmal kommen irgendwelche Ideen.
00:32:39: Wir hätten gerne irgendwie den und den Künstler oder Künstlerin gerne noch am Ende dabei, aber hatten dann nicht mehr die Zeit oder den Vorlauf so was zu planen.
00:32:49: Letztes Jahr war halt der nach größere organisatorische Aufwand weil wir jetzt zehnjähriges Jubiläum hatten.
00:32:56: Da hatten wir... Herzlichen
00:32:57: Glückwunsch!
00:32:58: Ja danke, jetzt sind wir elf Jahre sogar schon Aber letztes Jahr hatten wir halt eine Party zusätzlich noch geplant.
00:33:06: Dann haben wir den Dyke-Match, wo wir auf dem Spielbodenplatz geendet sind und die Bühne dort nutzen konnten.
00:33:13: Halt zwar ohne Technik, aber wir konnten uns halt auf die Bühne stellen und hatten halt viele, viele Personen von Organisationen, die uns über die Jahre supportet haben.
00:33:22: Die halt kurze Dankesworte oder Grußworte gehalten haben von anderen Dyke-Marges, die es uns besucht haben – von DykeMatch Germany generell von aber auch Organisationen und Kleingruppen, Personen.
00:33:36: Also so viel Koch war zum Beispiel da kann ich mich noch erinnern die Quiebeauftragte der Bundesregierung jetzt.
00:33:42: MHC war da, Dyke Marches aus anderen Bundesländern waren da.
00:33:48: also es waren schon sehr viele.
00:33:50: Handmaids Riots ist eine Gruppe die uns immer wieder unterstützt versucht immer mal wieder eine Aktion zu machen.
00:33:57: sind wir auch happy, dass sie da noch nochmal Sichtbarkeit erschaffen auf diese Themen.
00:34:02: Genau und halt mit der Trans-Community, mit Trans-Tastic and Begalactic versuchen wir dann immer wieder... Also sind wir halt die ganze Zeit im Kontakt und unterstützen uns sehr.
00:34:14: Mega cool wenn so was noch möglich ist eine Kundgewohnung auf dem Spielbudenplatz zu machen und eine Party.
00:34:19: aber mega viel!
00:34:21: Aufwand und Herausforderung.
00:34:22: Also das war wirklich ein einmaliges Ding, ich glaube manche sagen auch so dass machen wir jetzt erstmal nicht nochmal weil es verbraucht schon sehr viel Zeit und Mühe sich mit all dem auseinanderzusetzen.
00:34:36: Absolut!
00:34:38: Manche Mal lässt sich das ja auch trennen.
00:34:40: die einen machen den Markt schon die anderen kümmern sich um die Party nachher.
00:34:44: vielleicht müsst ihr das nicht auch noch machen sondern findet euch eine Crew die das für euch macht.
00:34:49: Ja das hatten sie sogar auch schon getrennt.
00:34:51: Dennoch war es halt schwierig genügend Leute für solche Aufgaben zu bekommen.
00:34:55: Absolut!
00:34:56: Ich kann's auch verstehen, jeder muss selber so auf seine Ressourcen achtgeben mit irgendwie... den normalen Sozialleben, was man halt noch führen muss.
00:35:06: Den Haushalt, den man führen muss der Arbeit die man noch erledigen muss.
00:35:10: und dann halt noch das Ehrenamt Und ich glaube viele gehen halt an einen Ehrenamten ist es auch ein sehr belasten kann Ich finde ehrenamt keiner genauso gut empowern.
00:35:21: Man muss halt wirklich eine gute Balance da finden.
00:35:25: Ja und es liegt doch viel daran wie Leute miteinander umgehen in diesem Ehrenamt, wenn es stressig wird.
00:35:31: Wenn die Aufgaben viel werden und so.
00:35:34: Und trotzdem bleibt das Bestehen was du sagst ne?
00:35:37: Dass in dem Moment wo Kehrarbeit reinkickt und halt der Druck auf die einzelne Person immer stärker und immer größer wird dass die Freiräume einfach nicht mehr bleiben insbesondere für Flinter-Sternchen um überhaupt noch die Ressourcen und die Kapazitäten zu haben sich für sowas zu engagieren.
00:35:58: Dieses Jahr hatten wir allerdings auch eine neue Sache und das war halt dieser kleine Merchstand, den wir noch hatten.
00:36:04: Wo man sich nicht nur unsere Bändchen holt... Wir machen jedes Jahr unsere kleinen Dyke-Match-Bändchen sondern halt auch noch Karabiner die man für eine kleine Spende dann halten konnte wo halt Dykemarchamburg drauf stand.
00:36:18: also das ist auch so ne neue Sache
00:36:20: Ja, für mehr Sichtbarkeit rund ums Jahr auch.
00:36:23: Mega cool!
00:36:24: Und natürlich ein bisschen ein Spiel mit dem Klischee möchte ich meinen.
00:36:29: So Karabiner ist das so ein Symbol was seit Jahrzehnten mal auftaucht
00:36:35: aber auch
00:36:36: recht nieschig ist.
00:36:37: also es gibt auch einige Lesben die kennen dieses Klischee gar nicht und dann gibt's viele die ja das hier so einen Klischey dass man immer das lesen immer drei tausend Karabinen mit sich tragen.
00:36:46: Gibt es andere Klischees mit denen ihr euch rumschlagen müsst oder die, die ja begegnen?
00:36:51: Ja bestimmt.
00:36:53: So einige Klischee gibt's halt immer mal wieder auch dieses Klischee von Butch und Femme.
00:36:59: also vor allem das lässt mir sehr maskulin auftreten und kurze Haare haben und so was.
00:37:05: Da gibt's auch viele Dessen, die überhaupt da gar nicht reinspielen.
00:37:08: Die halt lange Haare haben oder die halt vor allem sehr, sehr Feminine aussehen.
00:37:11: ich sehe jetzt im Alltag auch meist eher sehr Femminin ein.
00:37:16: also Ich bin auch Drag King.
00:37:18: Also ich kann auch sowas machen.
00:37:20: Aber normal bin ich im Alltag halt eher die pinke Lesbe, die du irgendwie aus hundert Metern Entfernung siehst.
00:37:27: Und wo kann man deine Drag King Shows sehen?
00:37:30: Gibt's da...
00:37:31: Wie macht das halt eher so amateurhaft, hobbymäßig.
00:37:35: Aber ich hab halt auch ein Instagram-Account, pinke Unterstrichlesbe, wo man halt meinen ganzen Krams dann sieht!
00:37:41: Das kam eigentlich vor allem daher, dass Freundinnen von mir sich irgendwie mal auf Bahnfahrt zum kleineren CSD wo ich halt auch war getroffen haben und meinten ja ich wollte da hin um Natalie zu unterstützen, zu treffen.
00:37:55: So Ja!
00:37:56: Ich wollte auch eine Natalie unterstützen.
00:37:58: Rene wie über die gleiche?
00:37:59: Ist das ne pinke Lesbe?
00:38:00: Ja!
00:38:00: Wir reden hier über die Gleiche Und seitdem habe ich jetzt diesen Namen
00:38:05: Cool, dass du so nen Unterstützungungsnetzwerk hast.
00:38:08: Das wünsche ich auf jeden Fall allen in der Community.
00:38:11: Das klingt schon wie eine sehr nette Geschichte.
00:38:15: Weitere Geschichten, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind machen wir nach der nächsten Pause bis dahin.
00:38:28: Willkommen zurück bei Leeradio!
00:38:31: Wir haben schon einiges über den Dyke-March
00:38:34: gehört
00:38:35: und jetzt interessiert uns noch ein bisschen die Geschichten ,die dir so in Erinnrungen geblieben sind.
00:38:43: was kannst du uns zum Dyke March noch so erzählen?
00:38:46: Also da gibt es ja sehr, sehr viele Geschichten.
00:38:48: Ich mache das jetzt seit ein paar Jahren schon.
00:38:51: was mich allerdings auch damals schon sehr positiv überrascht hatte war halt dieser Zusammenhalt und dieses Zusammensein.
00:38:58: Auch als diese Störaktion war fand ich es wundervoll dass dem halt kein Platz geboten wurde.
00:39:05: Ich fand es generell immer schön dass so viel verschiedene Leute da waren und sich halt immer so gekleidet und gestalt und geschminkt haben, wie es ihnen passt.
00:39:14: Dieses Magazin LMAG war auch schon mal da und hat dann Fotos von manch Teilnehmerinnen gemacht in halt ihren Outfits, in ihren manchmal schwarzen, manchmal bunten, manchmal sehr freizügigen, manchmal der bedeckenden Outfits.
00:39:30: Und das war halt wirklich eine... ein Beitrag über lesbische Fashion und was halt Mode für Lesben bedeutet.
00:39:40: Und da haben die auch mich gefragt nach dem Foto, das fand ich voll sweet!
00:39:43: Ich habe nicht damit gerechnet dass ich dann noch wirklich in diesem Magazin zu sehen bin und war es dann doch.
00:39:49: Das fand ich wirklich toll.
00:39:51: Ich finde es generell immer schön dabei zu sein die Musik zu hören.
00:39:56: Meistens gestalte ich halt die Playlist und versuche da immer eine gute Mischung zu machen.
00:40:02: Und bin dann happy direkt vor dem Leben diesen Soundbike mitzulaufen, mit zu tanzen, zu feiern und in glückliche Gesichter zu sehen.
00:40:11: also das sind so alles... Dinge, die mich happy machen und die mich dann auch empowern das weiterzumachen.
00:40:19: Ich finde es auch schön im Nachhinein immer auf die Fotos zu blicken um manchmal auch Lästen zu finden, die ich wiedererkenne oder Freundinnen, die da waren und auch eine schöne Zeit hatten.
00:40:30: Und manchmal sind da auch ganz witzige Fotos, die sich ergeben!
00:40:35: Das klingt nach mega viel Verantwortung.
00:40:37: also moderieren, die Playlist machen in der Orga sein It's a lot
00:40:43: zu laut, aber ich kenne das auch so als ich mache schon sehr lange ehrenamtliche Sachen.
00:40:47: Ich bin da mittlerweile auch so dass ich halt frei sprechen kann von einem Mikrofon, wenn ich darüber nachdenke, so klein Natalie konnte das nicht.
00:40:58: sie könnte sich auch nicht vorstellen, dass sie überhaupt irgendwann mal
00:41:01: bei
00:41:02: einem Marsch eine Moderation führt, dass die irgendwie auf einer großen Bühne steht oder sonst was.
00:41:08: und jetzt ist es also... Das ist aber auch wichtig, dass es sowas gibt.
00:41:15: Ich hatte selber nicht wirklich viele lesbische Vorbilder und bin froh wenn ich das vielleicht irgendwie mal für eine Person sein kann gerade auch auf dem Land, ich komme vom Land Wenn ich da laut und bunt bin dann kommen auch manchmal Leute zu mir und sagen wow würde ich mich nie trauen Und du machst das so einfach trotzdem irgendwie super sweet und ich weiß es ist aber auch sichtbarkeit kann auch braucht halt gewissen schutz und ich weiss dass sich nicht immer diesen schutz haben kann.
00:41:48: Und es wird auch Menschen geben die mich nicht mögen, die nicht das mögen was ich tue, was ich sage wie ich mich kleide oder sonst war's und das muss sie versuchen auszublenden oder damit halt klarzukommen und hoffen dass jemand irgendwie böswillige absichten dann hat
00:42:07: Und dass deine Community dann da ist und dich trägt, und Leute dich unterstützen?
00:42:12: Genau.
00:42:12: Aber ich denke schon, dass das zumindest hier in der Community der Fall sein wird.
00:42:17: Also wir haben bisher immer Seite an Seite gestanden und ich hoffe auch, dass es immer so bleiben wird.
00:42:23: Es gibt natürlich immer wieder Themen die polarisieren, die entzweien sollen.
00:42:26: aber irgendwo ein Konsens zu finden wo die meisten dann immer noch mitgehen finde ich wichtig und richtig in dieser Community.
00:42:36: Und wie geht ihr mit unterschiedlichen Perspektiven um?
00:42:39: Wie handelt ihr das aus, wie macht ihr das dann?
00:42:42: Generell ist es schwierig halt.
00:42:45: Man muss halt gucken irgendwo noch einen Konsens zu finden.
00:42:48: Wir versuchen uns beim Deckmarch auch auf lesbische Sichtbarkeit und lesbischen Themen zu fokussieren und das nicht von irgendwas anderem überrennen zu lassen.
00:42:58: Und ja wir versuchen halt woanders als ein erpowerndes als eine empauernde Demonstration zusammen.
00:43:05: Wir sind kein Trauermarsch, wir sind keine Veranstaltung die halt nur das Schlechte dann irgendwie zeigt!
00:43:13: Wir sind wirklich ein Marsch, die halt die positiven Seiten und die lässt schon Sichtbarkeiten zeigen möchte.
00:43:19: Ja
00:43:20: laut Bund auch sehr humorvoll habe ich wahrgenommen Was wünscht ihr euch denn dass die Menschen
00:43:26: nach
00:43:27: dem March mit nach Hause nehmen?
00:43:30: Ich denke, die meisten würden auch aus meiner Orgagruppe wünschen, dass die Menschen mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.
00:43:37: Dass sie nicht allein sind und gesehen werden.
00:43:40: Und dass sie eine Community haben, die Seite an Seite zusammensteht.
00:43:45: Gerade wenn man sonst das so kennt ... Das ist halt diese eine komische Frau, die man aus der Nachbarschaft kennt.
00:43:55: Nein, das sind sehr viele freundliche nette Leute.
00:44:00: Ich hatte dieses Jahr auch einen Freund von mir dabei und diese Person hat dann überall Anschluss gefunden und wurde halt überall herzlich aufgenommen.
00:44:11: Und ich finde es immer so wunderbar dass man da zusammenhält aufeinander Acht gibt und guckt, dass man eine schöne Zeit zusammen hat.
00:44:22: Und was können jetzt Leute tun, die euch gerne unterstützen möchten?
00:44:26: Also auch jenseits des Marsch.
00:44:29: Aber auch für den Marsch!
00:44:31: Genau also wie gesagt folgt uns gerne auf Instagram.
00:44:34: es gibt wir haben auch eine Webseite vom Dankmarsch Hamburg.
00:44:37: wenn ihr wirklich Bock habt uns zu unterstützen Ob klein oder groß, ob am Marschtag oder davor schon.
00:44:44: Kommt gerne zu uns, schreibt uns an was ihr euch so vorstellen könntet wo ihr eure Kompetenzen seht.
00:44:50: So gewisse Dinge werden immer gesucht.
00:44:54: OrdnerInnen sind super wichtig damit so ein Marsch überhaupt funktionieren kann.
00:45:00: Wir haben jetzt mittlerweile ein Awareness Team und versuchen das halt auch immer wieder dabei zu haben.
00:45:05: Es ist halt immer wieder eine Sache von Ja, Personen die halt auch da sind und diese Aufgabe übernehmen möchten und können.
00:45:11: Es ist auch eine große Herausforderung in meiner Warnesteam zu finden.
00:45:15: Fährt es dann mitten am Wagen mit oder wie macht ihr das?
00:45:17: Nee, die sind meistens glaube ich einfach gekennzeichnet und laufen so mit und kann angesprochen werden.
00:45:24: Und ja generell immer mal wieder sind irgendwelche Sachen, die anfallen die man sich teilen kann, wo man zusammen unterstützend arbeiten kann.
00:45:35: Wir hatten dieses Jahr auch wieder eine neue Person, die dann in der Orga-Gruppe zusammen eine Rede geschrieben hat.
00:45:41: Das war halt diese lange Rede, die dieses Jahr Roxy gehalten hatte und das ist vielleicht auch mal wieder eine Herausforderung.
00:45:49: Was sind die Themen wie uns gerade bewegen?
00:45:50: Was wollen wir da alles reinbringen?
00:45:52: Also es gibt immer wieder irgendwelche Aufgaben ob klein oder groß sie so anfallen.
00:45:57: Boah, da hab ich Bock das zu machen!
00:45:59: Wir nehmen gerne jemanden an die Hand und führen die Person dadurch.
00:46:04: Und wir freuen uns generell über jeden der dabei ist.
00:46:09: Und wenn du in die Zukunft schaust was wünschst du dir für den Dyke-Match?
00:46:12: In fünf Jahren?
00:46:15: wie soll der Dyke Match sein?
00:46:16: Wie soll Hamburg sein?
00:46:17: Wieso soll die Welt rum herum sein?
00:46:19: Ich möchte vor allem dass der in fünf Jahren immer noch existiert.
00:46:24: Also ich hoffe vor allem, dass die politische Lage sich bessert.
00:46:29: Ich fürchte allerdings, dass wir immer wieder gleiche Forderungen noch auf die Straße bringen müssen.
00:46:33: Dass wir aber auch neue Forderung vielleicht wieder haben werden oder alte Forderungs- und Ausbessern müssen.
00:46:40: So transsexuellen Gesetzes wäre trotzdem selbstbestimmtes Gesetz ist doch nicht zu hundert Prozent perfekt.
00:46:46: Können wir immer noch schon arbeiten?
00:46:47: Ich möchte halt das lesbische Mütter in diesen Abstammungsrecht integriert sind und generell, dass das gesichert ist.
00:46:55: Dass vielleicht auch queere Identitäten im Grundgesetz verankert sind, dass unser Schutz gesicherd ist, dass unsere Existenz gesichered ist... Das sind so die Dinge!
00:47:05: Und dass sich Menschen vielleicht auch da ein bisschen kümmern.
00:47:08: So klar viele Leute denken so ich kenne keine Lesben in meinem Umfeld doch du kennst bestimmt Lesben an deinem Umfeld und das sind aber noch welche, die sich nicht geoutet haben weil sie sich nicht sicher fühlen und ich möchte das möglichst nicht haben.
00:47:22: Ja, die Herausforderungen sind wirklich groß und auch bei Klimawandel, KI, bei all diesen neuen Themen sind marginalisierte Gruppen eben auch diejenigen, die am meisten von solchen Veränderungen negativ betroffen sind.
00:47:37: Da gibt es auf jeden Fall noch einiges zu tun für zukünftige Diagmarches?
00:47:41: Genau!
00:47:42: Und wenn Leute sich so... auch jetzt auseinandersetzen wollen mit Themen oder jetzt so denken, ja geil.
00:47:49: Was gibt es für coole lesbische Serien?
00:47:52: Oder Sachen die mich empowern können oder mit denen sich Leute auseinander setzen können.
00:47:56: hast du noch so Ideen was was du Leuten doch so mitgeben kannst woran sie sich festhalten können bis zum nächsten Dyke-March?
00:48:03: Da gibts sehr viel!
00:48:06: Vielleicht so ein shameless Self-Plug in, aber ich mach halt auch Radio.
00:48:10: Aha!
00:48:11: Tell us about it?
00:48:12: Ja, ich mache die Pink Channel Dyke Edition und wenn man halt so viele verschiedene dykespezifischen Themen, aber auch generell queer spezifische Themen was erfahren möchte kann man da gerne mal reinhören Und ich machte auch immer gerne Veranstaltungstipps, die ich dann daraus haue, wenn man noch mehr mit Queerspaces Interagieren möchte Da gibt es halt sehr, sehr viel Auswahl und man denkt das gar nicht.
00:48:38: Aber es gibt manchmal für migrantische Gruppen etwas für schwarze Dikes, etwas für trans Dikes also vieles kriegt man nur einfach gar nicht mit.
00:48:50: Und wo findet man den Ping Channel?
00:48:52: Genau, Ping Channel ist Teil von TIDA Radio und da könnt ihr auch gerne auf pingchannel.org gehen.
00:48:57: Da sind auch die ganzen alten Sendungen zur Verfügung gestellt.
00:49:01: Ebenfalls haben wir auch ein Instagram also Ping Channel Dyke Edition.
00:49:04: Da kündige ich meistens halt auf die Sachen an, die dann demnächst kommen genau.
00:49:10: aber es gibt auch generell das normale Ping Channel Magazine und auch Ping Channel Transition wenn diese Themen ebenfalls interessieren.
00:49:18: Cool, danke dir.
00:49:20: Das war super spannend!
00:49:22: Hast du noch letzte Worte was du noch gerne loswerden willst?
00:49:26: Noch etwas was wir jetzt noch nicht besprochen haben, was du gern noch sagen möchtest?
00:49:30: Ich glaube wir haben sehr viele schon besprochen.
00:49:33: also wie gesagt zu manchen Sachen kann man auch halt stundenlang reden und aufarbeiten.
00:49:39: ich kann halt wirklich nur sagen support your local lesbian halt.
00:49:44: ich hoffe dass halt viele beim nächsten Dagmat auch dabei sind und dass, wenn es auch so Kritik-Anregungen gibt dann kommt auch gerne zu uns in die Orge und bringt das einfach hervor.
00:49:55: Wir gucken wie wir das dann umsetzen können?
00:49:57: Es ist halt immer so eine Sache wie viel Geld, wie viele Personen haben wir zur Verfügung und was haben unsere Erfahrungswerte so in der Vergangenheit gezeigt und sind dann aber trotzdem meist offen für sowas.
00:50:08: Generell supportet uns, ob finanziell durch Anwesenheit oder ob ihr einfach zu uns wirklich ins Orgher-Team stoßen möchtet – wir freuen uns über alles!
00:50:17: Cool!
00:50:18: Ja und kommt auf jeden Fall zum nächsten Dyke-Match.
00:50:21: also nächstes Jahr wollen wir auch wieder vor dem CSD große Demo machen und ja….
00:50:26: Wir freuen uns auf euch.
00:50:27: Vielen, vielen Dank.
00:50:28: Danke, dass ihr euch diesen Aufwand und diese Mühe macht uns diesen Dyke-March zu organisieren jedes Jahr!
00:50:33: Wir wünschen euch viel Erfolg, viel Spaß und wir hören und sehen uns wieder auf der Straße oder im Studio.
00:50:41: Super!
00:50:42: Vielen Dank!
00:50:49: Das war unser Schwerpunktthema der Dyke Martien Hamburg mit Natalie, ein sehr spannendes Interview.
00:50:56: Aber wie schon angekündigt haben wir natürlich auch noch unsere anderen Specials dabei!
00:51:02: Ihr hört Alex Radio jeden dritten Sonntag im Monat eure queerfeministische Radiosendung und ihr könnt uns auch immer nachhören alle unserer Sendungen unter freie-radius.net Und auch bei diversen Streamingdiensten deren Name wir nicht sagen.
00:51:20: Naja, jetzt kommt auf jeden Fall erstmal die Buchrezension wie Spaß!
00:51:48: oder
00:51:48: auch dieses Jahr, oder die folgenden Jahre einfach nicht drin ist.
00:51:54: Für Miriam Davutwandy bedeutet dieser Satz aber viel mehr noch.
00:51:58: Er steht für eine Kindheit in der Geldmangel nicht nur bedeutet weniger zu haben sondern anders zu sein.
00:52:06: In ihm neuen Buch das können wir uns nicht leisten erzählt die Journalistin und Podcasterin vom Aufwachsen in Armut in Deutschland.
00:52:15: Das Buch ist im März bei BDB erschienen und umfasst zweihundertsechsen Fünfzig Seiten.
00:52:22: Davutwandy erzählt sehr persönlich von Scham, vom Gefühl nicht dazu zu gehören, von der Angst andere könnten die eigene Wohnung sehen und die Nase rümpfen.
00:52:33: aber sie bleibt nicht bei den Erinnerungen an eine schwierige Kindheit.
00:52:38: Sie zeigt wie sozial Herkunft einen Menschen auch später begleiten kann beim Studium bei Freundschaften, beim Dating, beim Umgang mit Geld und bei der Frage wie sicher man sich im eigenen Leben eigentlich fühlt.
00:52:54: Und genau darin liegt die Stärke dieses Buches.
00:52:58: Armut erscheint hier nicht als abstrakte Zahl aus einer Statistik.
00:53:03: Davotvanni macht sie konkret.
00:53:05: Sie zeigt was es mit einem Menschen macht wenn bestimmte Erfahrungen ständig mit dem Gefühl verbunden sind.
00:53:11: das können wir uns nicht leisten.
00:53:14: Dabei ist das Buch erstaunlich direkt, manchmal witzig, oft schmerzhaft.
00:53:20: Davutwandi schreibt ohne große Beschönigung und ohne sich selbst zu Heldin einer klassischen Aufstiegsgeschichte zu machen.
00:53:28: Sie ist heute erfolgreich Und trotzdem so beschreibt sie es sind die alten Existenzenngste nicht einfach verschwunden.
00:53:38: In meinem persönlichen Umfeld gibt es Menschen Die sich beim Lesen von diesem Buch biografisch sehr gesehen fühlten und für das Buch eine große Empfehlung aussprechen.
00:53:51: Allerdings ist genau diese persönliche Perspektive auch die Grenze des Buches – wie so oft!
00:53:58: Wer eine umfassende wissenschaftliche Analyse von Armut in Deutschland erwartete, wird sie hier nicht finden.
00:54:04: Es ist
00:54:04: vor allem Davut Wandis Geschichte.
00:54:09: Eine Freundin hat mir zum Beispiel gesagt, dass sie sich sehr mit dem Buch und der Geschichte identifizieren kann.
00:54:15: Er aber der Aspekt von Drogenkonsum der Eltern gefehlt hat was bei ihr persönlich mit Armut in der Kindheit untremmendbar verbunden war.
00:54:25: Jede Geschichte ist eben auch anders auch wenn es gravierende Gemeinsamkeiten wie Armut gibt.
00:54:31: In Deutschland leben unglaublich viele Kinder und Jugendliche unter der Armutsgrenze.
00:54:36: Sie sehen per Social Media oder wenn sie mal aus ihrem Kids rauskommen können, dass es nicht allen so geht und was andere Eltern- oder Sorgebrechtigten ihren Kindern ermöglichen können.
00:54:47: Armut erschwert Teilhabe und Chancen und wirkt sich auf Lebensentscheidung und innere Glaubenssätze aus.
00:54:54: Im Gegensatz zu den Aussagen inkompetenter Politikerinnen ist der Weg aus der Armut nicht für alle möglich.
00:55:01: Sie ist lebenslang in die Betroffenen
00:55:03: eingeschrieben.".
00:55:05: Das können wir uns nicht leisten.
00:55:07: von Miriam Davudwandi, es ein persönliches unbequemes und wirklich sehr lesenswertes Buch gerade für diejenigen, die glauben armut sei nur eine Frage des Kontostands.
00:55:28: Jetzt kommt der Newsflash für das Elix-Radio im August, es ist im Juli bei einem Musikfestival in Grenoble nachher zwanzig Minuten von der Bühne gebracht worden.
00:55:45: Nachdem Demonstrierende sie beschimpft und Flaschen und andere Gegenstände auf die Bühnen geworfen hatten.
00:55:52: Die jüdische und lesbische Künstlerin spricht von einem antisemitischen Angriff.
00:55:57: Bereits vor dem Festival hatte es bei Kot-Aufrufe gegen sie gegeben, unter anderem wegen ihrer Positionierung gegen Antisemitismus und einer Reise nach Tel Aviv.
00:56:07: Die Stadt Grenoble hat Strafanzeige entstattet – und Butch selber kündigte wenige Tage an später an sich nicht einschüchtern zu lassen und wieder auf die Bühne zurückzukehren.
00:56:18: Schon nach ihrem Auftritt bei der Öffnung der Olympischen Spiele- und Morddrohungen überzogen worden.
00:56:30: München In München ist Anfang August das Urteil zum Anschlag auf eine Verdi-Demonstration im Februar, dass Oberlandesgericht München verurteilte den Täter zu lebenslanger Haft und stellte die besondere Schwere der Schuld fest.
00:56:48: Er war mit einem Auto gezielt in einen Demonstrationszug von Verdi gefahren.
00:56:53: Eine Frau und ihre zweijährige Tochter starben an ihrem Verletzung Zeirreiche.
00:56:57: weitere Menschen wurden verletzt.
00:56:59: Das Gericht verurteilte ihn wegen zweifachern Mordes und versuchten Mordis in den Dreiundzwanzig Fällen, und wertete die Tat als islamistisch motivierte.
00:57:10: Berlin.
00:57:11: Am Abend des Zwz.
00:57:13: Juli wurde am Rande des Berliner CSD ein Anschlag verübt.
00:57:17: Gegen zwanzig Uhr fuhr der mutmaßliche Täter mit einem weißen Transporter in der Nähe des Potsdamer Platzes an den Tiergarten und erfasste mehrere Menschen.
00:57:27: Anschließend griff er weitere Menschen mit einer Stichwaffe an.
00:57:31: Eine Frau aus Polen wurde getötet, mindestens neunundzwanzig weitere Menschen wurden verletzt.
00:57:38: Der Täter floh zunächst und wurde am folgenden Tag bei einem Polizeieinsatz in Spando erschossen nachdem er offenbar auf Einsatzkräfte zugelaufen war.
00:57:49: Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlung übernommen – die Behörden gehen von einem islamistischen Motiv aus.
00:57:55: Der Berliner CSD erklärte anschließend islamistische Terror klar benennen zu wollen, warnte aber zugleich davor den Anschlag für rassistische Hetze gegen Muslime oder Menschen bestimmter Herkunft zu instrumentalisieren.
00:58:10: Und jetzt kommt etwas Erfreuliches!
00:58:14: Biber haben in London ein Hochwasserproblem in den Griff bekommen.
00:58:19: Im westlichen Londoner Stadtteil Ealing hatte ein Gebiet seit Jahren immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen.
00:58:26: Technische Maßnahmen dagegen wären teuer und aufwendig gewesen.
00:58:30: Sie wurden dann dort stattdessen fünf Biber angesiedelt, um.
00:58:34: die haben angefangen das Problem auf ihre Weise zu lösen.
00:58:38: Sie bauten Dämme, stauten Wasser und sorgten dafür dass sich bei starkem Regen viel mehr Wasser in der Landschaft verteilen kann anstatt das Gebiet zu überfluten.
00:58:46: Inzwischen leben dort Aftbiber unter.
00:58:49: Hochwasserschutz hat sich deutlich verbessert.
00:58:51: Ganz nebenbei sind neue Feuchtgebiete entstanden Die Wasserqualität hat sich verbessert und auch andere Tier- und Pflanzenarten profitieren.
00:59:01: Zum Schluss noch eine gute Nachricht aus Hamburg, seit dem August der Acht in den letzten Jahren gibt es einen neuen Buchladen – und zwar am Munnsburger Damm die queerfeministische Buchhandlung Perspektiven.
00:59:14: Gegründet wurde sie von Amelie und Yanne.
00:59:16: im Sortiment stehen vor allem Bücher von Queeren, weiblichen oder migrantischen AutorInnen darunter auch Titel kleiner in die Verlage, die im großen Buchhandlung oft wenig Platz bekommen.
00:59:27: Der Laden versteht sich außerdem als Safer Space für Flinter, die LGBTQIA Plus-Community und andere marginalisierte Gruppen.
00:59:36: Ihr findet den neuen Buchladen Perspektiven am Mundsburger Damm, Und das war es auch schon wieder mit Alex Radio im August zwanzig sechsundzwanzig.
00:59:54: Unsere nächste Sendung findet statt am zwanzrigsten neunten, da werden wir dann Leute vom Flugdoplasma zu Besuch haben dass in Oktober in Hamburg stattfindet.
01:00:06: Das wird also wieder sehr sehr spannend!
01:00:08: Wir verabschieden uns von euch und wünschen euch noch einen schönen Sonntag.
01:00:17: Tell me where the party is.
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